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Wetterbeständigkeit im Siebdruck

Häufig werden hinsichtlich der Wetterbeständigkeit höchste Ansprüche an Siebdruckfarben gestellt. Die Wetterbeständigkeit von Siebdruckfarben wird von folgenden Parametern bestimmt:

  1. Qualität der Siebdruckfarbe = verwendete Rohstoffe
  2. Pigmentvolumenkonzentration
    Bezeichnet das Verhältnis von Pigment zu Bindemittel im trockenen Farbfilm. Da meist auch möglichst hohe Deckfähigkeit gefordert wird, liegt die Pigmentvolumenkonzentration häufig am kritischen Punkt. Deshalb sollte z.B. Deckweiß wegen der extrem hohen Pigmentvolumenkonzentration nicht für den Außeneinsatz verwendet werden.
  3. Kreidung
    Jede Farbschicht, unabhängig von der Rohstoffqualität oder der Auftragstechnik, neigt bei Bewitterung zur Ausbildung einer weißlichen Kreidungsschicht auf der Oberfläche des Farbfilms. Durch Polieren der Oberfläche, z.B. mit einem Autopoliermittel, kann diese Erscheinung wieder beseitigt werden.
    Insbesondere Blauabmischungen mit Weiß zeigen sich anfällig gegen Kreidungseffekte. Für langfristig dem Wetter ausgesetzte Farbschichten wird daher empfohlen, möglichst auf Weißabmischungen zu verzichten bzw. den Weißanteil möglichst gering zu halten.
  4. Trockenfilmstärke
    Im Siebdruckverfahren können Farbfilme mit hohen Filmstärken aufgebracht werden. Die Filmstärke wird durch den Festkörpergehalt des Farbsystems, aber auch durch das Druckgewebe bestimmt und ist durch die Wahl des Gewebes somit in gewissen Grenzen definierbar.
    Als Grundregel gilt: Je höher die aufgetragene Farbschichtstärke, um so länger der Zeitraum bis zum vollständigen Abbau der Farbschicht.
    Wetterbeständige Drucke werden daher mit relativ groben Siebgeweben hergestellt.
  5. Qualität des Bedruckstoffes
    Neben der Qualität und der Schichtstärke der aufgedruckten Siebdruckfarbe ist der Bedruckstoff wesentlich für die Wetterbeständigkeit mitentscheidend. Materialien, die selbst keine guten Wetterbeständigkeitswerte zeigen, beeinflussen die Beständigkeit der aufgedruckten Siebdruckfarbe entscheidend negativ. Drucke auf hochwertigen PVC-Selbstklebefolien zeigen z.B. eine wesentlich höhere Beständigkeit als solche auf Folien der unteren Preisklassen.
  6. Klimatische Verhältnisse beim Außeneinsatz der bedruckten Materialien
    Je nach Standort wirken sich unterschiedliche klimatische Verbindungen auf den Farbfilm aus. Dies sind vor allem: Sonneneinstrahlung, in höheren Lagen mit verstärktem aggressiven UV-Lichtanteil, Schwankungen der Temperatur und Luftfeuchtigkeit, aggressive Luftbestandteile in Ballungszentren oder Industrieregionen.

Besten Schutz gegen klimatische Belastungen beim Druck auf  Transparent-material bietet der sogenannte Hinterglasdruck. Dieser wird z.B. bei der Herstellung von langlebigen Leuchttransparenten empfohlen, da der Farbfilm vor klimabedingtem Abbau geschützt ist. Deshalb sind z.B. die Acrylglasdekorationen der Tankstellen in Hinterglastechnik dekoriert. Dadurch bleibt die Farbbrillanz erfahrungsgemäß bis zu 10 Jahren erhalten.